Kooperationspartner

Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim

Das Institut für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim vermittelt Wissen über kulturpolitische und administrative Strukturen, Kulturmanagement-Kompetenzen in Marketing, Finanzierungs- und Veranstaltungsplanung, es vermittelt Kenntnisse und Handlungskompetenzen in der Kulturvermittlung und kulturellen Bildung ebenso wie die Fähigkeit über kulturpolitische Inhalte und Ziele zu reflektieren und einen eigenen Standpunkt sowie Qualitätsmaßstäbe als Kulturvermittler zu entwickeln.

Zahlreiche Projekte mit Kulturinstitutionen ermöglichen den Studierenden Erfahrungswissen und unmittelbare Kontakte in die kulturelle Praxis, so ist auch in diesem Projekt berücksichtigt, Studierende des Fachbereichs II (Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis) in das Projekt einzubinden. Die Studierenden sollen bei der Konzeption, Beratung und Kommunikation der Transformationsprozesse unterstützend mitwirken.

Im Projektzeitraum werden Seminare und Übungen angeboten, um zukünftige Kulturvermittler und Kulturmanager bereits im Studium für die Themenfelder Nachhaltigkeitskultur und nachhaltige Betriebsführung zu sensibilisieren. Dies erscheint insbesondere vor dem Hintergrund des bevorstehenden Generationswandels in der Soziokultur sinnvoll.

Ausgangsgrundlage des Projektes sind die Befunde und Handlungsempfehlungen der Forschungsstudie >>Zukunftsfähigkeit gestalten. Untersuchung nachhaltiger Strukturen soziokultureller Zentren<<, die im Rahmen der Dissertation von Christian Müller-Espey in dem Zeitraum 2014 – 2017 erfasst wurden und nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsvorhabens im Juni 2019 im Peter-Lang Verlag veröffentlicht werden.

Bundesvereinigung Soziokulturelle Zentren e.V.

Die 1979 gegründete Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. vertritt heute fast 600 zivilgesellschaftlich organisierte soziokulturelle Zentren und Initiativen. Diese sind in 14 Landesverbänden organisiert sowie in Berlin direkt Mitglied. Bundesverband und Landesverbände haben die Aufgabe, die Arbeit der Zentren zu koordinieren und zu fördern sowie deren Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Gremien zu vertreten. Die Vernetzung auf Bundes- und Länderebene gewährleistet Beratung, Fortbildung, Austausch und Unterstützung, sowohl für bereits existierende Zentren und Initiativen als auch für neu entstehende. Letztendlich haben die Aktivitäten der Bundesvereinigung die Anerkennung der soziokulturellen Arbeit in Selbstverwaltung als fester Bestandteil des kulturellen Lebens und die Gleichbehandlung der Zentren mit etablierten Kultureinrichtungen sowohl förderungspolitisch als auch steuerrechtlich zum Ziel.

Erklärung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. zum Eigeninteresse an der Beteiligung des Projektes:

Die Lösung unserer großen Probleme ist eine Frage der Praxis. Was machen wir mit den Dingen und mit den Stoffen, die wir zur Verfügung und in den Händen haben? Wie gehen wir mit ihnen um? Für diese praktischen Fragen ist Soziokultur unendlich viel wichtiger, als das allgemein wahrgenommen wird. Praxis ist immer konkret. Man muss sich im Konkreten auskennen, wenn man praktisch etwas bewirken will. Das tut die Soziokultur. Intelligente Kreislaufwirtschaft ist die eine Schlüsselstrategie. Die andere besteht in Dezentralisierung. Wer einen positiven ökologischen Fußabdruck hinterlassen will, der muss produktiv und partnerschaftlich mit der Natur umgehen. Dazu muss er sie genau kennen, konkret und vor Ort. Wer stabile Sozialstrukturen will und unsinnige Transporte ebenso wie unsinnige globale Konkurrenz vermeiden will, der muss – von der Landwirtschaft an – so viel wie möglich so konsumentennah wie möglich produzieren. Um zu sehen, wie es konkret und vor Ort weitergehen kann, braucht es viele Orts- und Sachkundige um den Tisch: Leute, die wollen, Wissenschaftler, Logistiker, Unternehmer, Künstler, Händler, Alternativenergetiker, Fachfrauen und -männer. Soziokultur strebt nicht nach den Bühnen der Welt, sondern nimmt ihr Umfeld ernst. Sie ist deshalb einer der Hauptakteure, denen es gelingen kann, solche Runden Tische eines neuen Wachstums und einer wirklich neuen sozialen Kultur an viele konkrete Orte zu stellen.

Ökologie ist ohnehin schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt in der Arbeit soziokultureller Zentren. Um das Thema bundesweit strukturell zu verankern ist die Durchführung des Projektes „Nachhaltigkeitskultur: Praxis und Perspektiven soziokultureller Zentren“ grundlegend für die Professionalisierung der soziokulturellen Zentren auf diesem Gebiet.